Online Stiftungswoche 2019

Wieso sich „Untergrundkämpfer“ und „siamesische Zwillinge“ in Veränderungsprozessen tummeln – die change factory klärt auf und unterstützt ehrenamtlich das „Haus des Stiftens“ im Rahmen der Online Stiftungswoche 2019.

Engagement für Engagierte – das Motto des „Haus des Stiftens“ spricht uns als change factory sehr an. So unterstützen wir seit vielen Jahren auch viele (ehrenamtliche) Organisationen, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen helfen wie z.B. OAfrica e. V. oder die Münchner Tafel. Und wir finden es klasse, dass unsere Beraterin Anja Rüttermann am 23. September 2019 ehrenamtlich ein Webinar zum Thema „Veränderung gestalten - Mitarbeiter mitnehmen“ im Rahmen der Online Stiftungswoche durchgeführt hat.

Über 500 Teilnehmer hatten sich dazu angemeldet und haben wahrscheinlich große Ohren gemacht, als Anja aufzeigte, welche Change-Gegner es schon 1878 gab, dass es verschiedene „Change-Typen“ gibt und wie man Mitarbeiter in Veränderungsvorhaben am besten begleitet.

Was haben die Teilnehmer mitgenommen?
Change gab es schon immer und genauso den Widerstand gegen Change, wie Anja anhand verschiedener Zitate direkt zu Beginn aufzeigte:

Die Amerikaner brauchen vielleicht das Telefon, wir aber nicht. Wir haben sehr viele Eilboten.“
[Sir William Preece, Chefingenieur der britischen Post 1878]

oder
„Es gibt meiner Einschätzung nach lediglich einen Weltmarkt für 5 Computer.“
[Thomas Watson, CEO von IBM, 1943]

Widerstand gehört also zu Veränderung dazu, ist quasi sein siamesischer Zwilling. Dabei ist der Widerstand umso größer, je unklarer das WARUM der Veränderung kommuniziert wird. Darum ist es wichtig, die Gründe und das Ziel der Veränderung immer wieder deutlich zu machen. Denn nur wenn Mitarbeiter diese verstanden haben, können sie den Weg der Veränderung mitgehen.

Dann stellte Anja verschiedene Change-Typen vor: Vom total überzeugten „Missionar“ über den „Untergrundkämpfer“ bis hin zum „Emigranten“, der innerlich schon gekündigt hat. Als Führungskraft sollte man jede einzelne Gruppe ernst nehmen und überlegen, welche man wie für die Veränderung gewinnen und nutzen kann.

Abschließend ging Anja auf die Veränderungskurve (s.o.) ein: Ein viel genutztes Instrument, das ursprünglich von Elisabeth Kübler-Ross aus der Trauerforschung kommt und besagt, dass alle von einer Veränderung betroffenen Menschen diese Kurve durchlaufen, abhängig von ihrer Persönlichkeit und dem Umfang der Veränderung kürzer oder länger bzw. intensiver oder schwächer.

Als Führungskraft gilt es nun, die Mitarbeiter in jeder Phase durch verschiedene Interventionen bestmöglich zu begleiten, durch beispielsweise das Herausarbeiten der Dringlichkeit in der ersten Phase oder durch die tatsächliche Implementierung des Wandels in der dritten Phase.

Fazit: Die vorgestellten Tools sind eine sehr gute Grundlage, um Veränderungsprozesse bestmöglich zu gestalten in einer Welt, in der „business as usual“ immer seltener wird oder wie Anja sagte, „in der alles anders bleibt“. Und das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv (O-Ton: „Ich fand Frau Rüttermann sehr empathisch, sehr praxisnah in ihren Inhalten, unglaublich kompetent und konnte somit sehr viel für meinen Arbeitsalltag mitnehmen.“)

Also, herzlichen Dank an Anja, dass Du, die auch privat mit Hilfsprojekten in Ghana sehr engagiert bist (siehe www.oafrica.org), die change factory im Rahmen der Online Stiftungswoche vertreten und sicherlich vielen Ehrenamtlichen wertvolle Impulse zum Change Management gegeben hast!

PS: Weitere Informationen zum „Haus des Stiftens“, das Stifter, Non-Profits und Unternehmen von Armutsbekämpfung bis Umweltschutz unterstützt, finden Sie hier: https://www.hausdesstiftens.org/

10.10.2019 Erstellt von Kira Wunderle Zurück