change factory und ICG führen erfolgreich erstes gemeinsames Seminar „Leading for Agility“ durch

Was Ostereier-Bemalen mit „agil“ zu tun hat...

Zu welcher Gruppe gehören Sie? Arbeiten Sie als Führungskraft schon eine Weile mit Rapid Prototyping, Sprint Retrospektive und WiP-Limits und sind sozusagen „mega agil“ unterwegs? Oder verstehen Sie bei den Begriffen nur Bahnhof, sind aber gespannt, welche agilen Methoden man heutzutage einsetzen muss – oder auch nicht?

Vielleicht eine Kombination aus beiden – so wie bei den 15 Teilnehmern, die am 2. April 2019 am ersten gemeinsamen Seminar von change factory und ICG teilgenommen haben. Eine bunte Mischung von Führungskräften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz - vom Energieversorger bis zum Pharmariesen - und die alle eins verstehen wollten:

„Agil – muss ich das als Führungskraft jetzt (auch noch) machen und können? Was ist daran neu und was ist weiterhin wirksam?“

Was stand auf dem Programm? Zunächst eine Basis schaffen, welche Begriffe aus der agilen Welt z.B.  zu KANBAN oder SCRUM-Formaten gehören und was WiP-Limits1 sind. Dann ging es direkt zur „Ostereier-Manufaktur“ – ein agiles Lernprojekt für iteratives Vorgehen, in dem man Scheren, Farbstifte und viele gut gemeinte Ratschläge austauschte, um am Ende der ersten Runde festzustellen, dass noch erschreckend viele Eier unbemalt waren und eine Qualitätskontrolle kein Ponyhof ist.

Im dritten Block ging es um das Thema „Führungskraft als Enabler – Shared Leadership“, vor allem in komplexen, nicht planbaren Situationen. Welches Führungs-Mindset und welche Führungshandlungen sind hilfreich, welche weniger? Was ist ein “psychologisch sicheres” Team und wie spiele ich „Delegation Poker“? Zücke ich gerne die rosa-Karte des „Verkünders“ oder bin ich mit der lila Karte als „Super-Delegierer“ unterwegs?

Im vorletzten Block ging es um
OKR (Objectives and Key Results) als modernes Zielmanagement-System: Stelle das Erreichen von Zielen in den Vordergrund („Liefere bis 12:00 Uhr heute Mittag einen guten Artikel ab“!) anstatt die abzuarbeitenden Aufgaben („Recherchiere in allen verfügbaren Quellen, binde 20 Kollegen ein und bearbeite die Fotos!“).

Am Ende des Seminars hat jeder Teilnehmer dann noch seinen persönlichen HACK definiert, eine kleinere, essentielle Anpassung im Alltag, die einen schnellen und sichtbaren Veränderungserfolg bringt („Stelle ab jetzt den Wecker, wann die Recherche-Arbeit für einen Artikel zu Ende sein muss“).

So. Erstes gemeinsames Seminar von cf und ICG erfolgreich geschafft! Was haben die Teilnehmer mitgenommen: Agile Prinzipien und Steuerungselemente helfen, in komplexen Zeiten Teams wirksam zu führen. Aber „agil“ wirft nicht alles über Board, sondern viele Methoden aus der alten Welt sind auch noch valide.

Und für alle, die am 2.4.2019 nicht dabei sein konnten: Das 2. Seminar „Leading for Agility“ findet im Oktober in Hamburg statt (Ansprechpartner: Dr. Stefan Fries).

1 Work-in-Progress-Limits

 

 

 

Und hier noch der O-Ton eines überzeugten Teilnehmers: 

 

„Ein spannender und origineller Lern-Sprint mit vielen abwechslungsreichen Elementen, der einen hilfreichen Überblick zum Agilen Führen bietet.

Das Trainerteam verstand es in exzellenter Weise den Spannungsbogen zwischen Theorie und Simulation herzustellen.

Den dort gelernten »Delegation Poker« verwende ich bereits in unseren Meetings.“

Wolfgang Wirth 

 

15.04.2019 Erstellt von Kira Wunderle Zurück