Agile Entscheidungsfindung und Sociocracy 3.0

Einblicke in unser Seminar mit James Priest...

Ende März hatte ich zusammen mit meinen Netzwerkpartnern der change factory das Vergnügen an einem Seminar zum Thema Agile Entscheidungsfindung im Kontext von Sociocracy 3.0 beim einfach außergewöhnlichen James Priest teilzunehmen. 

Schon lange bin ich Befürworter dafür, die klassischen Entscheidungsgremien wie Steering Committees, Decision Boards etc., denen man in großen Change Projekten begegnet, in Frage zu stellen. Denn welchen Wert hat es, wenn eine Gruppe von politisch denkenden und agierenden Menschen eine Entscheidungsvorlage bekommt, zu der sie in 10 Minuten „Ja“ oder „Nein“ sagen dürfen? Weder sind sie Experten des Themas, noch waren sie Teil der Diskussion um die Fragen, die zur Entscheidung geführt haben. Am Wichtigsten ist aber, dass sie alleine durch die Form der Entscheidungsvorlage nur 2 Optionen haben - dafür oder dagegen.

Eine agile / Konsent Entscheidung erlaubt es dagegen berechtigte Einwände von persönlichen Meinungen zu unterscheiden. Und dadurch wird neben den Optionen A und B eine dritte Option möglich, die die berechtigten Einwände sinnvoll aufgreift.

Für das Thema Change Management heißt das für mich:

  • diejenigen Menschen Entscheidung zu Veränderung treffen lassen, die den besten Einblick in die Konsequenzen der Entscheidung haben, weil sie sich intensiv mit Stakeholder Interessen und Bedürfnissen der Betroffenen auseinander gesetzt haben.
  • agile Entscheidungsfindung für die Gestaltung von Entscheidungen nutzen, um schneller ins tun zu kommen - ganz nach dem Motto von James Priests

"Good enough for now, and safe enough to try"

25.04.2019 Erstellt von Nicole Anzinger Zurück