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change FACTORY trainiert Führungskräfte in Shanghai

02. Februar 2011

Das allgemein in Shanghai vorherrschende Motto: „Kurz - Glatt - Schnell“ prägt auch das tägliche Führungsverhalten und spiegelte sich ebenso in unserem Training wieder. Die meisten Führungskräfte im Training haben eine westliche Top-Ausbildung und unterliegen dem gängigen „Strom“: Sie sind zunächst ständig mit der Außenwelt vernetzt, reagieren auf fast jeden Anruf und gönnen sich keine innere Ruhe, um die gemeinsame Trainingszeit wirklich effektiv zu nutzen, oder intensiver über sich und den eigenen Führungsstil nachzudenken und zu reflektieren. Das Training ist deshalb in den ersten Einheiten geprägt

  • von sehr schnellen Äußerungen und Kommentierungen der Teilnehmer,
  • eher wenig Miteinander bzw. spürbarer  Konkurrenz untereinander und
  • Case-Aktivitäten, die von schnellem, oberflächlichem Handeln zeugen, so dass die Ergebnisse von unseren Reality Cases eher zu wünschen übrig lassen.

Grundsätzlich haben aber alle das Bedürfnis, viel über Führungstools zu erfahren und Persönlichkeitsinventare wie DISC kennen zu lernen. Wenn die Teilnehmer nach einigen Einheiten schließlich innerlich im Training „angekommen“ und besser „zur Ruhe“ gekommen sind, verhalten sie sich aufmerksam, scharfsinnig und – für die asiatische Kultur eher selten - bereit offen über den eigenen Führungsstil und persönliche Präferenzen zu reflektieren.

Unser Fazit: Bei Führungskräftetrainings in China ist sehr sorgfältig die Abfolge von Theorie, Praxis, Beispielen und dem „Beweis“ (z.B. durch Gruppenübungen, Rollenspiele, Filme…) zu achten. Ein Führungskräftetraining sollte vor diesem Hintergrund keinesfalls weniger als 3 Tage dauern, um zu gewährleisten, dass die Teilnehmer vom Alltagsgeschäft „runterfahren“ und sich konzentriert mit dem Führungsthema auseinander setzen können. Westliche Führungsphilosophien und Konzepte werden wissbegierig aufgenommen - allerdings immer begleitet von dem Eindruck, dass diese nicht wirklich zur chinesischen Realität und Kultur passen und daher schwer umsetzbar sein werden.


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